Verfahrensvergleich

SLM vs. CNC-Fräsen: Wann lohnt sich Metall-3D-Druck?

Kurz gesagt: SLM-Metalldruck (additiv) ist die bessere Wahl bei komplexen Geometrien, Leichtbau und Einzelteilen ohne Werkzeugkosten. CNC-Fräsen (subtraktiv) punktet bei sehr engen Toleranzen, feinen Oberflächen und einfachen Teilen in Serie. Für funktionskritische Bauteile lassen sich beide Verfahren kombinieren.

KriteriumSLM (3D-Druck)CNC-Fräsen
Geometrische KomplexitätKomplexe Freiformen, innere Kanäle, Gitterstrukturen, FunktionsintegrationBegrenzt durch Werkzeugzugang; Hinterschnitte aufwändig
Leichtbau / TopologieoptimierungIdeal — Material nur wo nötig, Bionik-Strukturen druckbarAus dem Vollen gefräst, begrenzte Entlastung
Vorlaufzeit / WerkzeugeKein Werkzeug nötig — direkt aus CAD, schnell bei EinzelteilenVorrichtung & Programmierung; bei Einzelstücken Overhead
Toleranzen (direkt)±0,1 mm (<100 mm) bzw. ±0,2 % — enger durch NachbearbeitungSehr eng (±0,01–0,05 mm) direkt erreichbar
Oberfläche (direkt)Ra ~6–15 µm im Druckzustand; glatt durch FinishFein direkt aus der Maschine
StückzahlEinzelteile und Kleinserien wirtschaftlichSkaliert gut zu mittleren/größeren Serien einfacher Geometrie
MaterialausnutzungEndkonturnah — wenig Verschnitt bei komplexen TeilenSubtraktiv — Zerspanungsabfall, je nach Geometrie hoch
MaterialauswahlSchweißbare Legierungen (316L, AlSi10Mg, Ti6Al4V, IN718, MS1)Sehr breit — nahezu jeder zerspanbare Werkstoff

markiert das Verfahren mit dem typischen Vorteil je Kriterium. Im Einzelfall entscheidet das Bauteil.

Wann SLM die bessere Wahl ist

  • Komplexe oder organische Geometrien, innere Kanäle, Hinterschnitte
  • Leichtbau, Topologieoptimierung, Funktionsintegration (mehrere Teile → ein Bauteil)
  • Einzelteile, Prototypen und Ersatzteile ohne Werkzeugkosten
  • Schnelle Verfügbarkeit, wenn kein Werkzeug/keine Vorrichtung existiert

Wann CNC-Fräsen besser ist

  • Einfache, prismatische Geometrien aus dem Vollen
  • Sehr enge Toleranzen und feine Oberflächen direkt, ohne Nachbearbeitung
  • Mittlere bis größere Serien gleichartiger Teile
  • Werkstoffe außerhalb des SLM-Portfolios

Das Beste aus beiden Verfahren

Sie müssen sich nicht entscheiden, bevor Ihr Bauteil bewertet ist. Laden Sie Ihre STL- oder STEP-Datei hoch — unsere AQA-Engine prüft Druckbarkeit, Wandstärken und Bauraum in Sekunden und liefert eine erste Einschätzung. Wo enge Passungen oder feine Oberflächen gefragt sind, kombinieren wir den SLM-Druck mit gezielter CNC-Nachbearbeitung. Die Qualitätssicherung erfolgt zu 100 % durch deutsche Ingenieure in Düsseldorf, inklusive signiertem Prüfprotokoll.

Häufige Fragen

Antworten auf häufige Fragen zum Vergleich von SLM-Metalldruck und CNC-Fräsen.

Was ist der Unterschied zwischen SLM und CNC-Fräsen?
SLM (Selective Laser Melting) ist ein additives Verfahren: Ein Laser verschmilzt Metallpulver Schicht für Schicht zum Bauteil. CNC-Fräsen ist subtraktiv: Aus einem Vollmaterial wird Material abgetragen. SLM glänzt bei komplexen Geometrien ohne Werkzeug, CNC bei engen Toleranzen und einfachen Formen in Serie.
Wann lohnt sich Metall-3D-Druck (SLM) gegenüber CNC?
SLM lohnt sich bei komplexen oder leichtbauoptimierten Geometrien, inneren Kanälen, Funktionsintegration sowie bei Einzelteilen und Ersatzteilen ohne Werkzeugkosten. Bei einfachen, prismatischen Teilen in größeren Stückzahlen ist CNC meist wirtschaftlicher.
Ist SLM günstiger als CNC-Fräsen?
Es kommt auf Geometrie und Stückzahl an. Bei komplexen Einzelteilen ist SLM oft günstiger, weil keine Werkzeuge und Vorrichtungen anfallen und das Material endkonturnah eingesetzt wird. Bei einfacher Geometrie in Serie ist CNC in der Regel günstiger.
Welche Toleranzen erreicht SLM im Vergleich zu CNC?
SLM erreicht im Druckzustand ±0,1 mm für Teile unter 100 mm bzw. ±0,2 % darüber. CNC-Fräsen erreicht direkt engere Toleranzen (±0,01–0,05 mm). Für SLM-Bauteile mit engen Passungen kombiniert NextCast den Druck mit gezielter CNC-Nachbearbeitung der Funktionsflächen.
Kann man SLM und CNC kombinieren?
Ja — das ist der Regelfall für funktionskritische Bauteile. Das Teil wird per SLM gedruckt und anschließend an Passflächen CNC-nachbearbeitet. So verbindet man die Geometriefreiheit des 3D-Drucks mit der Präzision der Zerspanung. NextCast bietet diese Nachbearbeitung aus einer Hand an.

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